Die wichtigsten Duftbausteine sind Blüten, Früchte, Gewürze, Rinde und Harz, Blätter, Gräser, Moose, Beeren, Wurzeln, tierische Sekrete und sogenannte Gourmand-Noten.
Natürliche Duftstoffe dienen in der Pflanzenwelt als Abwehr gegen natürliche Feinde oder als Anlockung von Insekten zur Bestäubung der Blüten.
Zu den wichtigsten Blüten gehören Geranium (Storchenschnäbel), Hyazinthe, Jasmin (nur in höchst aufwendigem, mehrstufigem Verfahren zu gewinnen, eine Tonne Blüten ergibt ein Kilo Absolue), Lavendel (das in der Parfümerie wohl am meisten verwendete ätherische Öl), Maiglöckchen, Mimose, Neroli (wird aus den Blüten des Bitterorangenbaums gewonnen), Osmanthus (in modernen Fantasienoten), Rose (die Blütenblätter werden einzeln gezupft; einer der am häufigsten verwendeten Blütenduftbausteine), Tuberose (Nachthyazinthe) (einer der teuersten Duftstoffe, wird durch Enfleurage gewonnen), Veilchen, Ylang-Ylang
Zu den wichtigsten Früchten gehören Bergamotte, Grapefruit, Limette, Orange (wird aus den Früchten des Orangenbaums gewonnen), Orange bitter (wird aus den Früchten des Bitterorangenbaums gewonnen), Zitrone, Pfirsich, Grüner Apfel, Erdbeere, Brombeere, Himbeere, Pflaume, Kokos, Cassis (schwarze Johannisbeere)
Gewürze sind vor allem Anis, Ingwer, Kardamom, Koriander, Muskatnuss, Nelke (verwendet werden Blüten und Blätter), Piment (Nelkenpfeffer), Rosmarin (häufig verwendet), Vanille, Zimtrindenöl
Auch Rinden und Harze kommen zum Einsatz: Benzoe Siam, Elemi (häufig in Fougère-Kompositionen), Myrrhe, Olibanum (Weihrauch), Opopanax, Perubalsamöl, Rosenholz, Sandelholz, Styrax, Tolubalsam, Zedernholz, Wacholder)
Blätter, Gräser, Moose, Beeren, Wurzeln: Citronella, Eichenmoos (gibt einer Duftkreation Wärme und Haftfestigkeit), Galbanum, Iriswurzel (sehr wertvoll und von hoher Originalität), Lorbeer, Muskatellersalbei, Patchouli (ein wichtiger Dufteckpfeiler), Petitgrain (wird aus den grünen Teilen des Bitterorangenbaums gewonnen, Blätter, Zweige, unreife Früchte), Tabakblätter (für echte Tabaknoten unerlässlich), Tonkabohne, Veilchenblätter, Vetiver-Gras, Wacholderbeeren, Zypresse
Natürliche aromatische Substanzen werden auch Absolues genannt und sind qualitativ sehr hochwertig.
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Tierische Sekrete
Der bekannteste tierische Duftstoff ist der Moschusduft. Ursprünglich stammt dieser aus den so genannten Moschusbeuteln des asiatischen Rotwilds, wird aber seit Mitte des 19. Jahrhunderts durch einen naturidentischen oder synthetischen Duftstoff ersetzt. Einige moschusartige Duftstoffe aus naturidentischen oder auch synthetisch moschusartige Duftstoffe werden wegen Verdacht auf Krebserregung nicht mehr hergestellt.
Weitere tierische Sekrete zur Herstellung von Duftstoffen: Amber, Castoreum, Zibet
Ein weiterer Duftstoff kann aus Honigbienenwaben hergstellt werden.
Gourmand-Noten
Schokolade, Karamell, Zucker, Zuckerwatte, Honig, Süße Milch, Mandel
Synthetische Duftstoffe
Synthetische Duftstoffe werden seit Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt. Durch die Herstellung synthetischer Duftstoffe wurde die Gewinnung von tierischen Herkunft überflüssig, sie stehen aber im Verdacht sich negativ auf den menschlichen Organismus auszuwirken.
Hier können nur einige Beispiele genannt werden. Auf die Aufzählung chemischer Formeln wird verzichtet: Aldehyde (für die Parfümerie von überragender Bedeutung), Cumarin, Heliotropin, Maltol (intensiv süss, warm, fruchtig, karamellartig), Moschus Keton und Moschus Xylol (ersetzt das tierische Moschus), Phenole, Vanillin
Den Unterschied zwischen synthetischen und natürlichen Substanzen kann man nicht erriechen. Mittels der „Head Space Analyse“ ist man in der Lage Duftstoffe in Einzelteile zu erlegen und chemisch nachzubauen.
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